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Oldi-Magazin
100 Jahre Alfa Romeo
Von der Gründung bis zum 2. Weltkrieg
Das Stammwerk von Alfa Romeo bei Mailand entstand bereits 1906, war doch ein weiteres Automobilwerk eines französischen Unternehmens. Am 24. Juni 1910 wurde die Gesellschaft Società Anonima Lombarda Fabbrica Automobili ("Aktiengesellschaft Lombardische Automobilfabrik") gegründet. Man wählte A.L.F.A. als Kurzbezeichnung. Dieses Ereignis gilt heute als der offizielle Gründungszeitpunkt. 1920 wurde der Name des Eigentümers Ingenieur Nicola Romeo in den Markennamen aufgenommen: aus Alfa wurde Alfa Romeo.
Alfa begann bereits 1913 mit dem Rennwagenbau. Die 1920er und vor allem die 1930er Jahre wurden dann die erste große Blütezeit für Alfa Romeo im Motorsport. 1923 gelang mit Alfa Romeo RL der erste große Erfolg im Rennsport, der Doppelsieg bei der Targa Florio. 1925 wurde die erste Weltmeisterschaft des Automobilrennsports ausgetragen und Alfa Romeo erster Weltmeister. In den 1930er Jahren baute mit einer Version des 8C 2900 das schnellste Serienauto der Welt (205 km/h).
Nachkriegsgeschichte
Ab 1946 verließen unter dem Firmennamen "Alfa Romeo S.p.A." wieder erste Automobile die Werkshallen. Im Jahre 1950 stieg man in die neu gegründete Formel-1-Weltmeisterschaft ein und wurde auf Anhieb Weltmeister mit Giuseppe Farina und im darauffolgenden Jahr mit Juan Manuel Fangio.
In den 1950er Jahren erstarkte Alfa dann durch serienproduzierte Wagen für den Kleinen Mann, etwa der Giulietta (1954) und der Giulia (1962). Rennerfolge und sportliche Limousinen prägten in den 1960er und 1970er Jahren den Ruf Alfa Romeos als Hersteller von hochwertigen Sportfahrzeugen für jedermann.
Ab den 1970er Jahren litt der Ruf der Marke, vor allem durch den in Süditalien produzierten Alfasud. Neben der stark schwankenden Verarbeitungsqualität fiel eine andere Zahl auf: in 13 Jahren gab es 700 Streiks, also durchschnittlich einen Streik pro Woche. Alfa Romeo wurde schließlich 1986 an den privaten FIAT-Konzern veräußert.
Markenzeichen und Kühlergrill
Das seit Gründung nur wenig veränderte Alfa Romeo Logo ist eine Kombination aus dem Wappen der Stadt und des Herzogtums Mailand. In der linken Hälfte zeigt es ein rotes Kreuz auf weißem Grund, rechts eine Schlange mit Drachenkopf und Krone, aus deren Maul ein Kind geboren wird. Die linke Darstellung entspricht dem Stadtwappen Mailands, das an das Kreuz Christi erinnert und die Farben der Bürger (rot) und der Bauern (weiß) vereinigt.
Alfa Romeo pflegt seit den 1930-Jahren mit seinem sogenannten Scudetto (‚Schildchen', von scudo ‚Schild') eine eigene Form des Kühlergrills. Das Kraftfahrzeugkennzeichen mußte außerhalb der Fahrzeugmitte zur Fahrbahnmitte hin versetzt angeordnet werden. Dies vermittelt den Eindruck, dass die Zulassung der Fahrzeuge zum Straßenverkehr nicht im Vordergrund ihrer Entwicklung stand. Die späteren Pontonkarosserien wurden waagrechte Lufteinlässe "Baffi" ergänzt (Schnauzbärtchen) Im Verlauf der 1960er Jahre wurde das Scudetto zu einem kleinen Zierrahmen am Kühlergrill reduziert. Mit dem Alfa Romeo 156 nahm Alfa Romeo 1997 die Anordnung der 1950er Jahre wieder auf, hatte anhaltenden Erfolg damit.
Namensgebung
Viertürige Limousinen wurden bis in die 1970er durch den Beinamen "Berlina" gekennzeichnet.
Coupés erhielten den Beinamen "Sprint" und Kombis den Beinamen "Giardinetta (später dann Sportwagon). Die Bezeichnung "Spider" für Cabrios war zunächst nur ein Beiname, wurde dann Ende der 1960er Jahre zu einem eigenständigen Modellnamen und wird inzwischen auch wieder als Beiname verwendet. Auch die früheren Namenszusätze "GT" und "GTV" sind inzwischen eigenständige Modellbezeichnungen.
Die Alfa Romeo - Fangemeinde
Die Fans dieser Marke bezeichnen sich als Alfisti (Einzahl: Alfista). Einige Alfa-Fahrer bezeichnen ihren Alfa als "Bella" (von "bella macchina", ein italienischer Begriff für "schönes Auto"), obwohl das Wort "Bella" in alleiniger Verwendung von den Italienern eigentlich eher für eine schöne Frau verwendet wird. Eine große Zahl von Alfa-Fahrern und -Kunden besitzt eine ausgeprägte Affinität zu ihrer Marke.
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